Weilrod aktuell

Jugendarbeit von Weilroder Vereinen

(Juni 2020)

 

In Weilrod wird von zahlreichen Vereinen eine intensive und gute Jugendarbeit geleistet. Damit diese Aktivitäten von der Gemeinde unterstützt werden können, wurde vor vielen Jahren die Haushaltsstelle 36201-71280000 eingerichtet. Die hier zur Verfügung stehenden Mittel in Höhe von jährlich 3.300,- € wurden jahrzehntelang ausschließlich für die Unterstützung der Jugendarbeit von in Weilrod aktiven Vereinen und Gruppen verwendet.


Daneben gibt es für die Jugendarbeit der Gemeinde - für die Kosten der Jugendpflegerin - die Haushaltsstelle 36201-61790000. Die hier eingestellten Mittel reichen nur für die Personalkosten und die personenbezogenen Sachkosten. Es wurde vergessen, auch projektbezogene Sachkosten bei dieser Haushaltsstelle einzuplanen. Deshalb wurden im Jahr 2019 auf Antrag des Bürgermeisters und per Beschluss des Gemeindevorstands 1.500,- € aus der Haushaltsstelle für die Unterstützung der Jugendarbeit von Vereinen entnommen und für die projektbezogenen Sachkosten der Jugendpflegerin verwendet.


Dies führte dazu, dass die Mittel für die Unterstützung der Jugendarbeit von Vereinen nicht ausreichten, um deren Wünsche und Zuschussanträge umfassend zu erfüllen: Zur Unterstützung ihrer Jugendarbeit erhielten im 1. Halbjahr 2019 der Schützenverein Riedelbach 750,- € und die SG Niederlauken 250,- €. Im 2. Halbjahr lagen Anträge des Rotary Clubs Usingen, der Lokalen Agenda 21-Arbeitsgruppe Umwelt und des TuS Weilnau vor. Der Rotary Club Usingen hatte in den letzten Jahren jeweils 500,- € erhalten, die Agenda-Gruppe und der TuS Weilnau hatten jeweils 500,-€ beantragt. Da in der Haushaltsstelle nur noch 800,- € zur Verfügung standen, erhielten der Rotary Club und der TuS Weilnau jeweils 300,- € und die Agenda-Gruppe 200,- €.


Ich hatte vorgeschlagen, die Haushaltsstelle für die Kosten der Jugendpflegerin um 1.500,- € aufzustocken ohne dafür die Haushaltsstelle für die Jugendarbeit der Vereine zu beschneiden. Mein Antrag wurde abgelehnt. Stattdessen wurde von der Gemeindevertretung beschlossen, künftig jedes Jahr 1.500,- € aus der Haushaltsstelle zur Unterstützung der Jugendarbeit von Vereinen herauszunehmen und für die projektbezogenen Sachkosten der Jugendpflegerin zu verwenden.


Die Jugendarbeit der Vereine so herabzuwürdigen und zu diskriminieren, indem man die Zuschüsse zusammenstreicht, ist skandalös. Zumal es auch anders geht: Die Feuerwehren erhalten aus einer separaten Haushaltsstelle für ihre gute Jugendarbeit Jahr für Jahr einen Zuschuss von 2.000,- € - ohne dafür Anträge stellen zu müssen. In diesem Jahr bekommen sie obendrein noch einen zusätzlichen Betrag aus den persönlichen Verfügungsmitteln des Bürgermeisters.